Männer

Männer an sich sind schon komisch…

Der Mann ist auf den ersten Blick einfach nur Mann. So einfach ist es aber nur wenn Mann sich den Mann anschaut…
Der Mann ist einfach gestrickt, leicht zu durchschauen und meist berechenbar. Treten Männer jedoch in Gruppen auf muss Frau umdenken und die Verhaltensweisen neu analysieren…
Ein einfaches Beispiel zur Einleitung:

Mann sieht Frau.

Da der Mann genau wie die Frau zwei Gehirnhälften besitzt, spielen sich dort bei einer solchen Begegnung zahlreiche Vorgänge ab. Die Gehirnhälften sind aber zum Nachteil der Männer nicht die Linke und Rechte, sondern die Nördliche und die Südliche Hälfte. Dieser anatomische Nachteil macht es dem Mann schwer sich in bestimmten Situationen richtig zu verhalten, denn die beiden Hälften können nicht wie bei der Frau problemlos kooperieren – die Leitung ist zu lang – und es kommt auch noch erschwerend hinzu, dass sie nicht gleichzeitig arbeiten können…
Das Auge des Mannes registriert also ein weibliches Wesen. Diese Information gelangt an das Nordgehirn, dort wird kurz anhand des Gesichtes der Frau das etwaige Alter bestimmt, mit dem eigenen verglichen und dann schaltet sich das Nordgehirn auch schon aus. Die weitere Arbeit übernimmt dann das Südgehirn, welches innerhalb von Sekunden sämtliche anderen Körperfunktionen (außer den Lebenserhaltenden) abschaltet und den Mann so in ein triebgesteuertes Urzeitwesen verwandelt. Dieses Wesen begutachtet nun die Frau, wobei nutzlose Körperteile meist ausgeblendet werden. Dem Mann würde zu diesem Zeitpunkt auch ein kopfloser, armloser Rumpf mit großen Brüsten, langen Beinen und einem knackigen Hintern genügen. Während das Südgehirn alle Kriterien durchgeht und mit der meist nur schäbig ausgestatteten Datenbank vergleicht ist das männliche Wesen selbstverständlich noch nicht in die Realität zurückgekehrt, sondern immer noch in seiner eigenen Welt, auf diese eine Aufgabe fixiert und zu nichts fähig. Er bewegt nichts außer dem Kopf, den Augen und gegebenenfalls das Südgehirn. Sein äußeres Erscheinungsbild verfällt, denn Mimik und Gestik sind abgeschaltet, Sprache und Gehör nicht einsatzbereit und Verantwortung und Anstand sind vergessen. Um am realen Leben teilzunehmen müsste das Nordgehirn aktiv werden, was allerdings nicht möglich ist, da ja das Südgehirn arbeitet und bei gemeinsamer Aktivität ein völliger Ausfall beider Systeme infolge einer Überlastung eintreten würde. Im Falle einer vollkommenen Überlastung oder auch nur einem zu starken Reiz des Südgehirns kann es in Einzelfällen zu starkem Speichelfluss kommen – man nennt dies auch
Sabbern. Dieses Verhalten wird solange beibehalten bis die Situation sich auf irgendeine Weise ändert – entweder die Frau beendet die Qualen des Mannes durch Unattraktivität, Vorbeigehen oder eine Ohrfeige oder der Mann wird auf etwas anderes aufmerksam – eine andere Frau, Essen oder Bier.
Für Verhaltensweisen wie diese können Männer nichts. Sie sind einfach nur von der Natur benachteiligt worden und können dagegen nicht ankämpfen… Damit wir Frauen nicht unsere Zeit mit sinnlosen Diskussionen oder Fragen wie „warum hörst du mir nie zu, wenn eine hübsche Blondine vorbeiläuft?“ verschwenden und natürlich damit wir uns nicht wertlos und ungeliebt fühlen müssen so viele Verhaltensmuster der Männer wie möglich analysiert und weitergegeben werden

Multi-Tasking

Männer können niemals zwei Dinge gleichzeitig tun.
Schon mal versucht sich mit einem Mann zu unterhalten der gerade kocht, bügelt oder putzt?….halt nein, das tun sie ja nie.
Aber beim Fernsehen zum Beispiel!? Frauen sehen sich einen Film an, reden während dem Film, tun nebenbei vielleicht sogar noch etwas Sinnvolles und nehmen alle Informationen aus dem Film auf. Ein Mann ist nicht ansprechbar wenn der Fernseher läuft – egal was gerade läuft. Und wenn es sich nicht um Sport oder einen actionreichen Blockbuster handelt können sie sich noch nichteinmal an Details aus dem Gesehenen erinnern.
Ihnen fehlt die Gabe einfach. Abgesehen davon, dass ihre Gehirnhälften nicht kooperieren und sie keine Kinder bekommen können sind sie auch nicht multitaskingfähig.
Männern etwas zu sagen oder sie um etwas zu bitten wenn sie gerade fernsehen ist deshalb eine denkbar schlechte Idee. „Schatz, kannst du bitte in der Werbepause den Müll rausbringen?“ ist zwar nicht zu viel verlangt und außerdem ist die Sache mit der Werbepause mehr als nett formuliert und rücksichtsvoll, die Bitte wird jedoch nur kurz wahrgenommen und vom Fernsehprogramm verdrängt. Das wäre auch kein Problem, wenn Mann sich bei beginn der Werbespots erinnern und den Auftrag ausführen würde. Die Bitte ist aber im Nordgehirn unter der Kategorie
während dem Fernsehen wahrgenommen gespeichert und fällt somit in die Großkategorie nicht wichtig und wird spontan vergessen. An Dinge, die in dieser Kategorie gespeichert wurden kann Mann sich in der Regel auch nicht erinnern, wenn man ihn danach fragt. „Du hättest nur sagen müssen, dass ich den Müll rausbringen soll!“ muss Frau sich dann sagen lassen… an einem Januarabend mit Eisfüßen und einem schweren Müllsack in der Hand auf dem Weg nach draußen…am Sofa vorbei!
Aber sie können ja nichts dafür.
Wenn eine Frau telefoniert kann sie nebenbei Haushaltsarbeiten erledigen, Nägel feilen oder lackieren, kochen, Nachrichten verfolgen, lesen, Radio hören, sich um die gemeinsamen Kinder kümmern und vieles mehr.
Was kann ein Mann mit Telefon am Ohr? Sitzen, stehen, liegen, hin- und herlaufen, sich kratzen oder vielleicht sogar Essen kauen. Das war´s aber auch schon. Aber sie können ja nichts dafür.
Wer von uns Mädels findet es denn auch nicht süß wenn er mal wieder kreisrunde Spuren in den Wohnzimmerteppich rennt, weil er gerade telefoniert?

Telefonieren

Telefonieren und Männer ist aber ein eigenes Thema.
Es soll ja wenige Einzelexemplare geben, die tatsächlich länger als drei Minuten am Stück telefonieren können! Sie sind selten, aber man kann sie finden…angeblich… Die Mehrheit der Herren telefoniert jedoch auf eine ganz besondere und sehr maskuline Art und Weise. Kurze Sätze, klare Fragen und Antworten, kein unnötiges Plaudern und selbstverständlich wird laut und deutlich gesprochen. Das Telefongerät an sich ist damals erfunden worden, damit man sich auch über weitere Entfernungen unterhalten kann. Aber dieser Meinung ist wohl nur der weibliche Teil der Gesellschaft. Für Männer ist das Telefon eine Erfindung um wichtige Informationen weiterzugeben. Unterhalten kann man sich ausschließlich persönlich, zum Beispiel in einer Kneipe oder Bar… Sie sind in Sachen telefonieren aber auch sehr unbeholfen, denn einfache Aufgaben wie sich zu verabreden (außer mit Kumpels) oder die (Schwieger-)Eltern anrufen sind nur schwer zu bewältigen. Wenn es an die Accessoires des Telefons geht sind sie meist schon überfordert. Schon mal gehört wie ein Mann einen Anrufbeantworter bespricht? Sie hören sich bei der Ansage entweder an wie frisch verprügelt oder sie denken sich irgendwelche
lustigen Geschichten aus… sie machen sich auch gerne wichtig und melden sich mit „Kreiswehrersatzamt“, „Justizvollzugsanstalt“, „Brauerei XY“ oder ähnlichem…oder weil es ja soooo witzig ist werden auch obszöne Begriffe oder Porno-Wortschatz eingesetzt. Aber sie können ja nichts dafür, dass von ihrem zehnten Lebensjahr bis ins hohe Alter alles was mit Sex zu tun hat zu einem kindischen Kichern führt…

Sex

Über Sex reden ist auch so eine Sache…
Dieses Thema muss man genauer benennen. Es gibt „mit Frauen über Sex reden“, „mit Männern über Sex reden wenn Frauen anwesend sind“ und „mit Männern über Sex reden“. (Was passiert, wenn Männer unter sich reden ist ein komplexes Thema und kommt irgendwann später…)


Das Erste wird von Männern meist vermieden. Wenn es einen Grund gibt mit Frauen
DARÜBER zu sprechen heißt das meist nichts Gutes. Entweder es gibt Probleme – das kratzt dann gleich an seinem Selbstbewusstsein – oder sie ist schwanger (was auch ein Problem ist). Beschwerden oder böse Folgen…eine andere Möglichkeit gibt es für den Mann hier nicht. Da geht man(n) dem Thema besser aus dem Weg…
Der zweite Fall ist wiederum ganz anders: Männer und Frauen sitzen gesellig zusammen und aus irgendwelchen Gründen kommt das Thema Sex auf. Die Herren der Runde gehen sehr erwachsen mit dem Thema um, werden teilweise rot oder halten sich zurück. Zurückhaltung kann zwei Gründe haben. Erstens: der Mann wird verlegen und bevor er etwas Dummes sagt oder sich verplappert bleibt er lieber ruhig. Zweitens: das Nordgehirn ist bereits auf Stand-by umgeschaltet, da das Südgehirn beim Schlüsselwort
Sex aktiv wurde und mal wieder alle anderen Funktionen abgeschaltet oder stark eingeschränkt hat.
Der letzte Fall ist der Häufigere. Männer sitzen gemeinsam bei einem Bier zusammen und lästern
1 über ihre Frauen oder Freundinnen und deren Verhalten beim Sex. Ab uns zu wird auch mit den neuesten Techniken, weiblichen Errungenschaften oder anderen Besonderheiten angegeben, was an Aussagen wie „ die Neue aus der Buchhaltung hatte ich letzten Donnerstag im Fahrstuhl“ erkennbar wird. Das ist auch ein Verhaltensmuster von Single-Männern, die in einer Gruppe auftreten (sehr komplexes Gebiet…).

(Fortsetzung folgt)
© by textbrei

1 Lästern: Reden über Personen, deren Verhalten oder Eigenschaften in deren Abwesenheit; nicht zwingend negativ gemeint

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