Reise zu den Antworten

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Flucht ohne Ziel

Das Band schien kein Ende zu haben. Eine Kette von Koffern, die nicht abreißen wollte. Die meisten davon waren schwarz oder dunkelblau. Manche waren grau oder schon so abgenutzt, dass das Schwarz verblichen war. Sie hatten die verschiedensten Formen, aber waren sich alle so ähnlich. Woran erkannten die vielen Wartenden ihren schwarzen Koffer? Sie standen meterweit entfernt und doch liefen sie nach und nach auf das Rollband zu und griffen zielsicher nach ihrem Gepäckstück. Meine Reisetasche konnte ich schon von weitem sehen. Sie war ein Erbstück und leuchtete zwischen den vielen dunklen Rechtecken hervor. Hellbraun, fast schon ockergelb, knittriges Leder und ein paar verschiedene Flicken, die die Löcher aus vergangenen Jahren verschlossen. Wie viele Rollbänder die alte Tasche wohl schon unter sich hatte? Wie oft war sie schon Ehrenrunden gedreht, weil mein Großvater, mein Vater oder ich zu lange vom Gate zur Gepäckausgabe gebraucht haben? Ob es zu Opas Zeiten überhaupt solche Bänder gab? Meine ersten Fragen waren also schon da. Nun galt es die Antworten dazu zu finden.

Nach der ständigen Krise, dem Finanzchaos und der Bürokratie im verregneten Deutschland konnte meine Suche beginnen. Ich habe meinen Job verloren, meine Freundin warf mich nur wenige Tage danach aus unserer gemeinsamen Wohnung und meine Familie war größtenteils verstorben. Was blieb mir da noch? Ich nahm meine gesamten Ersparnisse und setzte mich in das Flugzeug. In Deutschland war mein Kopf voll von Fragen, Ängsten und Plänen, aber kaum war ich hier gelandet, waren diese alle verschwunden. Trotzdem. Ich war hier, um Antworten zu finden. Ich war mir sicher, dass meine Fragen auch zurückkommen und mich weiter quälen werden. Wahrscheinlich musste ich erst zur Ruhe kommen und die Strapazen des langen Fluges wegschlafen. Schlafen. Erst jetzt fiel mir auf wie müde ich war. Gut 32 Stunden ohne ein Auge zuzumachen. Also – keine Zeit verschwenden. Schnell griff ich nach meiner Ledertasche und machte mich auf den Weg zum Ausgang. Als ich durch das alte und rostige Drehkreuz hinausging, stand ich vor einer gigantischen Fensterfront. Dreckig und verschmiert war sie, einige Kratzer und Sprünge hatte sie auch, aber die sternenklare Nacht konnte man trotzdem durch sie hindurch sehen.

Schwül und feucht war die Luft hier. Eine positive Überraschung, denn Wetter.com hatte etwas ganz anderes versprochen. Regen und Wind sollten mich eigentlich am Flughafen abholen, aber stattdessen waren da nur der Mond, die Sterne und ich. Und wenige Minuten später auch ein Taxi. Ich stieg in das rostige gelbe Ungetüm ein und lies mich zu dem fahren, was angeblich ein Hotel sein sollte. Eine bröselige Bruchbude, an der Fensterläden herunterhingen, als würden sie fliehen wollen. Ich gab dem Fahrer 15 Euro und stieg aus. Normalerweise hört man kurz nach dem Aussteigen aus einem Taxi, dass es schnell wegfährt. In Deutschland kann man sogar während der Fahrt die Anweisungen von der Zentrale mithören, wodurch der Fahrer erfährt, wo sein nächster Kunde wartet. Ich drehte mich um und sah den Fahrer an. Er hielt das Geld noch immer in den Händen und begutachtete es sorgfältig. Er rieb es zwischen den Finger, roch daran und hielt es gegen die kleine Lampe an der Wagendecke. Dann sah er mich an, lächelte und fuhr los. Dieses Lächeln war wahrscheinlich die einzige Begrüßung, die ich je wollte. Er sah mich direkt an und sein Lächeln wirkte ehrlich gemeint. Wann bekommt man einen tiefen Blick und ein ehrliches Lächeln von einem Fremden? Ich denke, man bekommt so etwas, wenn man auf dem richtigen Weg ist. Ich sah der gelben Klapperkiste nach bis sie um eine Kurve verschwand.

Leicht angeekelt griff ich nach dem klebrigen Türknauf und drückte die milchige Glastüre auf. Das war also ein Hotel…
Was hatte ich auch erwartet? Ich musste sehr kurzfristig buchen und hatte keine Ahnung wie lange ich bleiben wollte. Dann wollte ich noch ein Hotel, in dem irgendjemand meine Sprache verstand, denn Zeit für einen Sprachkurs hatte ich nicht und mein Englisch beschränkte sich auf Wirtschaftsblödsinn. Ein schrilles Klingeln lies mich vom Türgriff aufblicken und auch etwas zusammenzucken. Dieses seltsame Klimpern kam von einem Bündel aus Metallschellen, Muscheln und bunten Kugeln, das über der Türe angebracht war. Einmal musste ich das Geräusch noch ertragen, denn die Tür musste ja auch wieder geschlossen werden. Die Scharniere quietschten vor Schmerzen, es klimperte und die Tür war zu. Meine Müdigkeit hatte mir scheinbar eine Sinnesverstärkung beschert. Alles schien mir extrem laut und unglaublich schrill. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich ursprünglich aus einer ruhigen und farblosen Welt angereist war. Wie geblendet sah ich mich um. Alles war rot, gelb, grün und pink. Kaum ein Quadratzentimeter der Wand war zu sehen, denn alles war mit Tüchern und Malereien behängt. Laute und langsame Schritte näherten sich und jemand sagte etwas, was sich nun wirklich nicht nach einer Sprache anhörte.

Ich schaute von links nach rechts, nach oben und unten und entdeckte schließlich einen Haarschopf zwischen den wilden Mustern und grellen Farben. Mein Kopf dröhnte, meine Augen brannten und ich hätte nichts lieber getan, als wieder in die dunkle Nacht hinaus zu gehen. Aber da ich dringend Schlaf benötigte und hier bestimmt irgendwo ein buntes Bett auf mich wartete, steuerte ich benommen auf die dunklen Haare zu. Je näher ich kam, desto mehr sah ich von der Person, die noch immer wirres Zeug auf mich einredete. Es war eine kleine Frau, die mit Sicherheit nicht älter war, als sie aussah. Keinen Tag. Ein Tag älter, als ihr aussehen und es wäre der Tag ihrer Beerdigung. Sie war fast schon winzig, hatte ein dermaßen faltiges Gesicht, dass es kaum eine annähernd glatte Fläche gab und ihre Zähne hatten sich irgendwann in den letzten 70 Jahren scheinbar auch verabschiedet. Vielleicht wollten sie ihren eigenen Weg gehen und sich von diesem runzligen Frauchen lösen. Ihre Haare waren unnatürlich dunkelbraun, sicherlich gefärbt. Sie hatte jede Menge davon, denn sie musste ihre Mähne schon mehrfach flechten und trotzdem hingen sie ihr noch bis zur Hüfte. Naja, das mit der Hüfte könnte auch die geringe Körpergröße sein… an einer normalgroßen Frau wäre die Frisur vielleicht auch nicht ganz so seltsam.

Ihren Körper konnte man kaum sehen, denn ihre bunte Kleidung schien mit der Wandfarbe zu verschmelzen. Sie hörte einfach nicht auf zu reden, aber ich verstand kein Wort. Sie bemerkte nicht sehr schnell, dass ich diese so genannte Sprache weder verstand, geschweige denn sprach! Nach einer Weile hörte sie auf zu reden. Ich sah mich weiter um und sie beobachtete mich dabei. Ihr Blick war der einer alten Hexe aus einem Märchen und sie schien wütend. Behutsam ging ich auf sie zu und legte meine Hand auf den Tisch zwischen uns. Ich musste für sie wirken wie ein Riese. Gerade als ich ansetzte etwas zu sagen ging es los. Sie fing an zu schreien und zu kreischen, als hätte sie Todesangst. Erschrocken zog ich meine Hand zurück, lies meinen Koffer los und fuchtelte unschuldig mit den Händen herum. Sie war so laut, dass mein Kopf zu platzen schien. Ihr Mund war so weit offen, dass ich ihre Mandeln hätte sehen können. Nur dumm, dass ich von Medizin keine Ahnung hatte und außerdem von den wenigen Zähnen zwischen den Lücken abgelenkt wurde. Ich begann mich lautstark zu entschuldigen. Ich bat um Vergebung, Verzeihung und Entschuldigung in allen Sprachen, die mir in den Sinn kamen. Warum ich mich entschuldigte? Keine Ahnung. Ich hatte eine kleine, seltsame, alte Frau zum Schreien gebracht. Vielleicht war das hier ja eine Straftat? Ich hatte keine Ahnung und ging den sicheren Weg. Hände fuchteln, entschuldigen und langsam und unauffällig entfernen.

Dieser unglaubliche Krach hatte also einen Sinn gehabt? Natürlich. Frauen schreien meiner Erfahrung nach zwar oft ohne, gelegentlich aber auch mit einem Grund. Es dauerte gefühlte zehn Minuten, bis etwas geschah. Ich war schon relativ nahe am Ausgang (langsam und Schritt für Schritt – Sie hätte ja angreifen können) und die Stimme der alten Hexe wurde auch langsam heiser. Hinter einem Vorhang erschien eine weitere Frau. Allein die Tatsache, dass nicht hinter jedem Vorhang nur Sandstein war, erstaunte mich. Sie war ähnlich klein wie die Hexe, aber wirkte lebendiger. Sie trug ein blaues Gewand, das keinerlei Vermutungen über ihre Figur erlaubte. Sie trug eine Art Kopftuch und so etwas wie einen Rollkragen vor ihrem Kinn. Zwischen dem vielen Blau waren also eigentlich nur ihre Augen und ihre Nase zu sehen. Mit viel Phantasie konnte man auch ihre Lippe erahnen, aber das schien mir in meinem Zustand unmöglich. Es war heiß, laut, meine Augen brannten und ich war so unglaublich müde, dass ich sicherlich in jedem Cartoon schon viele Zzzzzz…. in meiner Gedankenblase hätte.

Die Frau beruhigte die Hexe und schob sie durch den Vorhang in den Nebenraum. Die Alte meckerte, wehrte sich und protestierte so lange, bis der Vorhang wieder geschlossen war. Nun wandte sich die junge Frau mir zu und lächelte, als wäre ihr etwas peinlich. Sie nahm ein dickes Buch in die Hand und schlug es auf. Ohne ein Wort zu sagen blätterte sie es durch und las die seltsamen Zeichen, die scheinbar eine Art Schrift darstellen sollten. Ich begutachtete ihre Hände und die Fingerspitze, die über das Blatt strich. Zeile für Zeile musste die zarte Haut abtasten, bevor sie umblätterte. Jetzt begriff ich erst. Die Frau war blind. Dieses Geschmiere in dem Buch war so dich aufgetragen, dass man es vermutlich mit dem Finger ertasten konnte. Eine Blindenschrift hatte ich hier nun auch nicht wirklich erwartet, aber das waren nun doch harte Bedingungen für ein blindes Mädchen.

„Ich bin André aus Deutschland. Ich habe hier ein Zimmer gebucht.“, sagte ich vorsichtig. Das Mädchen starrte mich an. Keine Ahnung, aber es schien so. Sie wirkte überhaupt nicht, als hätte sie ein Problem mit ihren Augen. Braun und leuchtend waren ihre Augen. Sie stachen zwischen den Blautönen ihrer Kleidung hervor und blickten mich direkt an. „Tut mir leid wegen meiner Großmutter.“, sagte sie. Es wirkte, als hätte sie für diesen Satz schon tagelang geübt. Unnatürlich perfektes Deutsch und ohne jegliche Emotion. „Ihr Zimmer ist im Obergeschoss. Ich werde sie gleich nach oben bringen.“, sagte sie und drehte sich zur Wand. Vorsichtig tastete sie nach den Schlüsseln, die an der Wand hingen und rieb mit dem Daumen über die Anhänger mit den Zahlen. In kleine Holzstücke waren Zeichen eingeritzt und jemand hatte sie bunt lackiert. Ich hielt die Anhänger zuerst für Dekoration, bis ich die kleinen feinen Schlüsselchen daran hängen sah.

Zielsicher nahm sie einen der Schlüssel von seinem Haken und lief um den Tisch herum. Eine Hand lies sie dabei behutsam an der Tischkante entlangstreifen. Nur wenige Zentimeter vor mir blieb sie stehen. Sie Streckte ihre Hand nach vorne, öffnete die Handfläche und wartete. Ich griff in meine Hosentasche und fand ein paar Münzen, die ich ihr auf die Hand legte. Ihre Finger schlossen sich um die Münzen, ertasteten die Form und das Material. Ich wollte gerade nach dem Schlüssel in ihrer anderen Hand greifen, da knallte sie die Münzen auf den Boden. Sie rollten alle in verschiedene Richtungen, als hätten sie sich in der Hand des Mädchens gestritten. Wieder hielt sie mir die Hand hin. Ohne lange nachzudenken legte ich meine Hand in ihre. Zufrieden sank ihr Arm nach unten und sie lief los. Ihre weiche Haut und der sanfte, aber bestimmende Druck lenkten mich vom Laufen ab und so zog sie mich hinter sich her. Erst als ich über eine Teppichkante stolperte und sie stehen blieb, blickte ich auf.
„Können sie nichts sehen? Dann gehe ich langsamer.“
„Schon gut, ich bin es nur nicht gewohnt an der Hand geführt zu werden.“
„Ich wurde jahrelang geführt. Sie müssen nur vertrauen.“
„Aber ich kann doch sehen?“
„Wissen Sie wo ihr Zimmer ist?“
„Nein – ich weiß ja….“
„Na also. Ich schon.“, beendete sie unseren kurzen Stopp vor der Treppe und lief weiter.

Oben angekommen gab sie mir den Schlüssel in die Hand und wünschte mir eine gute Nacht. Ich sah ihr nach, wie sie die Treppe hinunterlief und bewunderte sie ein wenig. Ich bewunderte einen Menschen, dessen Gesicht ich nicht ganz gesehen hatte und mit dem ich nur wenige Worte gewechselt hatte. „Sie müssen den Schlüssel auch benutzen! Oder wollen sie auf der Treppe schlafen?“, rief sie mir zu ohne sich umzudrehen. Ich erwachte aus meiner Bewunderung und wandte mich der Tür zu. Jetzt bemerkte ich auch die Müdigkeit wieder… Den Schlüssel ins Schloss, umdrehen, reingehen, Koffer fallen lassen und umfallen. Ich habe das Bett getroffen – aber quer. Meine Kraft reichte noch, um meine Schuhe abzuschütteln und dann fielen mir auch schon die Augen zu.

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Geteiltes Leid ist halbe Freude

Bindungsängste? Nein, so etwas habe ich nicht. Ich habe eine funktionierende Beziehung, die mehr oder weniger auf echten Gefühlen basiert. So dachte ich in dem Moment, als meine Freundin mir vorwarf, dass unsere Beziehung eben nicht funktioniere. Oberflächlichkeit, Egoismus und Desinteresse warf sie mir damals vor. Ich würde mich nicht für sie interessieren, sondern nur vor mich hin leben. Das waren ihre Argumente, als sie meinen Koffer und die Umzugskiste voll Kram vor die Wohnungstür schob und meinen Schlüssel klimpernd von seinem Ring am Bund entfernte. Ehe ich mich versah war die Tür geschlossen und ich stand im dunklen Flur des Mehrfamilienhauses. Sogar das Klingelschild hatte sie entfernt. Ich nahm den Koffer in die Hand, die Kiste auf den anderen Arm und ging zum Auto. Ich hatte damals nicht geahnt, dass ich für einige Wochen in meinem Auto leben musste. Ich fuhr die Straße entlang, direkt zum Parkplatz vor meinem Lieblingscafé, und hielt an.

Bei einer großen Schale Milchkaffee dachte ich nach. Nach einer Weile war der Milchschaum zusammengefallen und ich spiegelte mich verschwommen auf der großen runden Fläche. Ein verwischtes Kaffeegesicht, das man mit dem Löffel bewegen konnte. Als der Kaffe bereits mehr als nur Kalt war hatte ich die Zeit damit verbracht über das Kaffeegesicht nachzudenken und meine kaputte Beziehung total vergessen. Auch die Zeit hatte ich vergessen, denn um mich herum saß niemand mehr. Die junge Frau hinter dem Tresen gab mir mit einer Geste zu verstehen, dass sie gleich schließen wolle und fragte mich mit einer Handbewegung, ob ich nun bereit wäre zu zahlen. Ich nickte verwirrt und kramte das Kleingeld aus meiner Tasche. Zurück in meinem Auto dachte ich noch immer an das Kaffeegesicht. Die warmen Brauntöne, das milchige flimmern auf der Oberfläche und die verschiedenen Arten der Verzerrung, die ich mit dem Löffel hervorgerufen hatte. Um mich und meinen Passat war es dunkel geworden. Ich beobachtete die Kellnerin beim Abschließen und sah zu, wie sie in ihren kleinen Fiat stieg und wegfuhr. Nun war ich endgültig alleine. Nur ich, mein altes Auto und das verschwommene Kaffeegesicht in meinem Kopf.

Mit zurückgestellter Sitzlehne und ein bisschen Musik aus dem Radio war es nicht unbedingt schrecklich in meinem Auto. Ich hatte meine Jacke auf einen der Kleiderbügel aus der Kiste gehängt und an den Griff über der hinteren linken Tür gehängt. Das Foto von mir und meiner Freundin stand auf dem Armaturenbrett und Zahnbürste und Waschzeug hatte ich im Handschuhfach verstaut. Meine Klamotten waren vorerst im Kofferraum gelandet, denn dort konnte dank der Abdeckung niemand das Chaos erkennen. Ein paar Bücher lagen auf den Rücksitzen verteilt und mein Filmposter von „Kill Bill“ hatte ich an den Wagenhimmel geklebt. Alles in allem war es sehr gemütlich. Ich freute mich insgeheim darüber, dass ich die Getränkehalter und das Unnötige Fach unter dem Radio nicht anderweitig genutzt hatte, wie es meine Freundin immer wollte. „Mach doch einen CD-Player in das Fach rein.“ Hatte sie jedes Mal gesagt, wenn sie in den Passat stieg. „Da bei dem Getränkehalter wäre doch Platz für eine Freisprechanlage für dein Handy!“ hat sie ständig genervt. Wenn sie wüsste, dass in dem Getränkehalter nun tatsächlich ein Getränk und in dem unnötigen Fach nun mein Wecker und ein Kistchen mit Kram stand. Erst jetzt bemerkte ich in meinen Gedanken, dass ich sie noch immer meine Freundin nannte. Ich nahm einen Filzstift aus dem Kistchen im unnötigen Fach und griff nach dem Foto. Ich schrieb ein deutliches EX- über ihren Kopf und begutachtete mein Werk, als wolle ich ein Lob von mir selbst dafür. Anschließend klappte ich die Rückenlehne noch etwas weiter nach hinten und schlief ein.

* * * * *

Als ich am nächsten Morgen aufwachte wusste ich nicht sofort wo ich war. Keine Uma Thurman mit Hattori-Hansen-Schwert über mir und kein Pizzakarton auf dem Beifahrersitz. Nach wochenlangem Hausen in meinem Wagen war das die erste Nacht in einem richtigen Bett gewesen. Und sie war wirklich gut. Kein Ziehen in der Schulter, keine eingeklemmten Füße zwischen Bremse und Gaspedal und das Beste: Keine Blicke von Menschen, die an den Fenstern vorbeigehen. Frisch und munter sprang ich aus dem Bett und steuerte direkt ins Badezimmer. Nach einer ausgiebigen Dusche zog ich mir eine Jeans und ein verwaschenes schwarzes Shirt an und setze mich zum Anziehen der Schuhe auf die Bettkante. In diesem Moment stolperten mir die Worte meiner Exfreundin zurück in den Kopf. Vielleicht hatte ich doch ein Bindungsproblem? War ich egoistisch? Hatte ich mich wirklich für sie interessiert? Ich zog meine Schuhe wieder aus und ließ mich rückwärts aufs Bett fallen. Mit geschlossenen Augen und den Händen unter dem Kopf begann ich zu überlegen. Die Fragen kamen wieder und ich war hier um sie zu beantworten. So verbrachte ich den ganzen Tag damit, mir Fragen zu beantworten, die ich mir Wochen vorher gestellt und dann wieder vergessen hatte.

Ich kam nach der Arbeit nach Hause und berichtete von meinem Tag. Ich erzählte von meinen Kollegen, dem Stress, den Problemen. Ich wollte von ihr aufgefangen werden. Ich wollte meinen Frust verdrängen und zerrte sie mit zu meinen Ablenkungen. Ich war das Sorgenkind, das schwarze Schaf und sie mein Kummerkasten und mein Alleinunterhalter in schlechten Zeiten. An guten Tagen kam ich spät nach Hause, ging mit Kollegen feiern, gönnte mir ein gutes Essen und verstand ihre schlechte Laune nicht. An diesen guten Tagen nervten mich ihr ausdrucksloses Gesicht, ihre abwertenden Worte und ihre Eifersucht. Sie beschwerte sich ständig darüber, dass ich nur die Probleme mit ihr teilen würde und sie niemals an positiven Dingen teilhaben ließe. Rückblickend hatte sie wohl Recht.

Sie war meine Müllkippe, mein Retter in der Not und mein Kummerkasten. Spaß hatte ich nur ohne sie. Aber warum? Ich habe oft festgestellt, dass sie an meinen Freuden keinen Spaß hatte, aber lag es wirklich an ihr? Vielleicht teilt man lieber die Sorgen, als die Freuden? Geteiltes Leid ist halbes Leid. Ist geteilte Freude dann auch halbe Freude? Aus meiner Sicht, in dieser Beziehung und zu dieser Zeit war es wohl so. Die wenige Freude, die ich hatte, wollte ich nicht auch noch teilen. Hätte ich es versucht, dann hätte ich vielleicht feststellen können, dass geteilte Freude doppelte Freude sein kann. Aber worüber habe ich mich denn gefreut? Was war meine Freude? Es waren die erfolgreichen Aufträge, die Sonderzahlungen und die Überstunden, die ich abfeiern konnte. Nichts davon hat ihr Freude bereitet, denn sie hatte nichts von dem Erfolg, dem Geld oder der freien Zeit. Alles banales Zeug, das niemandem etwas bringt, wenn der andere es für sich behält. Hätte ich Geld und Zeit in einen gemeinsamen Urlaub investiert, dann wäre aus der geteilten Freude sicherlich doppelte Freude geworden. Aber nun ist es zu spät.

Es gibt keine Bonusschecks, keinen Urlaub und keine gemeinsame Zeit mehr. Ich habe die gemeinsamen Freuden verhindert und meine Freundin mit meinem grenzenlosen Egoismus und meinen Probleme zu lange belastet. Mir war nicht klar, dass ein Kummerkasten irgendwann voll ist. Auch ein Müllberg ist nach einer Weile so hoch, dass er in sich zusammenfällt. Ich habe dafür gesorgt, dass sie in sich zusammenfällt. Und an dem Tag, als sie anfing mit einer Schaufel nach ihrem Leben und ihrem Vergnügen zu graben, habe ich nichts verstanden. Mittlerweile kann ich nachvollziehen warum meine Koffer und Kisten vor der Tür standen. Sie hat meine Sachen rausgeschaufelt und angefangen den Berg abzubauen. Im Nachhinein weiß man alles besser. Die Einsicht nach dem Ende ist jedoch kein besonders gutes Gefühl. Ich sollte mit offenen Augen durch die Welt gehen und schon in der Gegenwart über solche Dinge nachdenken. Oberflächlichkeit und Egoismus sind Eigenschaften, die einem zufliegen und dann langsam wachsen – man kann es aufhalten, wenn man es erkennt. Immun ist niemand, aber aufmerksame Menschen werden nicht chronisch infiziert, sondern haben nur kurze Phasen und Anfälle. Dann beginne ich am Besten jetzt gleich die Symptome zu bekämpfen. Der frisch entstandene Kloß im Hals und die Schuldgefühle sind vielleicht schon der erste Weg zur Besserung?

Meine Schuldgefühle, die Feinde Egoismus und Oberflächlichkeit, der Kloß im Hals und ich erhoben uns vom Bett. Schuhe binden, Augen reiben und Shirt zurechtziehen. Los geht’s! Auf mich wartete ein neuer Tag in einer fremden Welt. Ein neues Leben mit neuen Menschen. Und meine erste Ohrfeige von der Vergangenheit hatte ich auch hinter mir. Ich nahm meinen Zimmerschlüssel vom Nachttisch und ging zur Türe hinaus.

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Schöne fremde Welt

Am Empfang war niemand zu sehen. Keine irre Alte und kein geheimnisvolles Mädchen. Aus dem Nebenraum kamen Stimmen, Musik und eine feiner Geruch nach Curry und Ingwer. Ohne Aufmerksamkeit zu erregen verließ ich das Hotel und trat auf die Straße. Menschenmengen tummelten sich um kleine Stände eines Marktes. Lautstark feilschten braungebrannte, faltige Frauen um Tomaten und Gewürze. Zwischendrin stand ein junger Mann mit einer Gitarre und sorgte für die Begleitmusik zu diesem wilden Einkaufskrieg. Hunderte Menschen schoben sich durch die enge Gasse und versuchten an der einen oder anderen Bude zu stoppen, um einen Blick auf die Auslageware zu erhaschen. Ohne lange zu zögern stürzte ich mich in die Menge und ließ mich von ihr tragen. Es fühlte sich ein wenig an wie Stage-diving. Ich kann nicht sicher sagen, ob meine Füße den Boden berührten, aber es war ein tolles Gefühl. Unzählige Menschen, die in dieser seltsam rhythmischen Sprache schrieen, alles begleitet von Gitarrenmusik und leisen Trommeln. Wie in Trance legte ich Meter um Meter zurück ohne wirklich etwas wahrzunehmen. Ich hatte kein Gefühl für Zeit oder Geschwindigkeit. Ich hörte nicht ein Wort, dass ich verstand. Mein Shirt klebte schweißnass an meinem Rücken, aber ich konnte nicht sicher sagen, ob es mein Schweiß war oder nur die hitzige Menge.

Plötzlich packte jemand meine Hand und zog daran. Ich sah mich verwirrt um, konnte aber nicht erkennen woher die Hand kam. Ich sah viele Gesichter, aber niemand sah mich wirklich an. Ein Mann mit Hakennase und Bart sagte etwas zu mir, aber ich konnte ihn nicht verstehen. Eine Plastiktüte voll mit Gemüse streifte meine Wange und die Frau, die sie über dem Kopf trug, schaute mich freundlich an. Noch immer zog etwas an meiner Hand und es fühlte sich immer kräftiger und schwerer an. Ich versuchte meine Hand aus diesem Griff zu lösen, aber nun klammerte sich dieses unsichtbare Etwas um mein Bein. Mit diesem Klotz am Bein bahnte ich mir einen Weg durch die Menge und humpelte hinter einen der Stände. Kaum war ich aus der Menge herausgetreten erkannte ich den Klotz am Bein. Es war ein kleiner Junge, der weinte. Er umklammerte mein linkes Bein und schlank seine dünnen Beinchen um meinen linken Unterschenkel. Am Straßenrand war das Getümmel etwas durchsichtiger. Ich nahm die Hand des Jungen und zog ihn an den Menschen vorbei, bis wir an einem relativ stillen Ort waren. Hinter dem Stand mit den Nüssen und Mandeln war es ruhiger und schattig. Dann ging ich in die Knie und sah ihn an.

Er weinte noch immer und hatte einige Schürfwunden im Gesicht und an den Armen und Beinen. Er war von der Menge überrannt worden und hatte scheinbar seine Mutter aus den Augen verloren. Ich fragte ihn nach seinem Namen und seinen Eltern, nach seinem Zuhause und seinem Alter – aber er verstand kein Wort. Er sah mich mit seinen großen braunen Augen an und schniefte die letzte Träne weg. Ich legte meine Hand auf meine Brust und sagte meinen Namen. Danach versuchte legte ich sie ihm auf das fleckige Shirt und wartete auf einen Laut. Dieses Szenario wiederholte ich einige Male, bis er schließlich verstand. Seine kleine Hand zupfte an dem roten Stoff seiner Kleidung und er sagte „Bao“. Und so kam es, dass Bao und André zusammen durch den Markt marschierten. Den kleinen Bao setzte ich auf meine Schultern, sodass er über alle Menschen hinwegsehen konnte. Ich war mit sicher, dass er irgendwann seine Mutter oder seinen Vater erkennen würde. Wir konnten nicht miteinander reden, aber ich war fest davon überzeugt, dass wir einen gemeinsamen Plan hatten.

Er vergrub seine kleinen Hände in meinen Haaren und blickte sich sorgfältig um. Unten kämpfte ich mich durch die Menge und balancierte unser beider Gewicht über die holprigen Steine und an den vielen Menschen vorbei. Ich bemerkte, dass sein Magen knurrte – schließlich drückte er seinen Bauch kräftig gegen meinen Kopf, um nicht rückwärts runter zu fallen. Ich steuerte also zielsicher auf den Stand mit den Broten zu hob Bao von meinen Schultern. Seine Augen funkelten bei dem Anblick der vielen Leckereien und er sah mich fröhlich an. Auf seiner Wange waren noch immer die getrockneten Spuren seiner Tränen, aber sein Gesicht zeigte kaum mehr Traurigkeit. Ich zeigte auf ein Gebäck mit Sesam und Kümmel und sah ihn an fragend an. Er schüttelte den Kopf und zeigte dann auf eine knusprige Gebäckstange mit Nüssen und Zuckerguss und lächelte. Ich gab den Verkäufer zu verstehen, dass ich gerne zwei von den Nussteilen haben wollte und er gab mir mit einer Handbewegung zu verstehen, wie viel ich zu bezahlen hatte. Ich hatte keine Ahnung von der Währung dieses Landes, also gab ich dem Mann einen 5-Euro-Schein und zuckte mit den Schultern. Er nahm mir das Geld aus der Hand und gab mir ein paar alte und klebrige Münzen dieser seltsamen Währung als Wechselgeld zurück. Ich achtete nicht darauf und steckte das Kleingeld in meine Hosentasche. Bao nahm mich an die Hand und zerrte mich in eine kleine Seitengasse. Ohne zu überlegen ging ich mit ihm mit und fand uns beide mit unseren süßen Stangen zwischen zwei verfallen Häusern wieder. Bao kletterte eine Feuerleiter nach oben ohne darauf zu schauen, ob ich ihm folgte.

Da saßen wir nun also, in etwa 4 Metern Höhe, die Beine frei in der Luft baumelnd und aßen das Gebäck. Es war so klebrig und süß, so voll mit den verschiedensten Nüssen und doch so lecker. In Baos Gesicht konnte ich erkennen, dass er den Geschmack auch sehr mochte. Er sah mich nicht an, sondern starrte konzentriert auf die Marktstraße. Wir hatten von diesem Plätzchen aus einen wirklich guten Blick auf das Gedränge.

Nach einer Weile wurde Bao nervös. Er sprang auf, sah mich an und zeigte mit dem Finger auf die Menge. Was auch immer er sagte, ich verstand kein Wort außer „Mama“. Ich nahm ihn an die Hand und wir hechteten die Treppe hinunter. Mit Schwung platzierte ich das Fliegengewicht wieder auf meine Schultern und lief in die Richtung, die mir sein Finger wies. Wie eine Kompassnadel über meinem Kopf schwenkte sein kleiner Arm von links nach rechts und führte uns durch das Chaos. Auf einmal fasste Bao einem Mann an den Kopf und schrie lauthals los. Der Mann drehte sich um und sein Gesichtsausdruck verwandelte sich im Bruchteil einer Sekunde. Auch er begann in diesem Kauderwelsch etwas zu rufen und kurz darauf stand eine kleine Frau mit Kopftuch neben ihm. Auch sie begann sofort wirre Worte zu rufen und griff nach dem kleinen Jungen.

Mit einem Ruck war Bao von meinen Schultern gezogen und fiel seiner Mutter um den Hals. Mitten in der tosenden Menge stand die zeit plötzlich still. Alle bewegten sich langsamer, der Lärm war völlig verschwunden und ich sah zu, wie die Frau dem kleinen Bao zärtlich über den Kopf strich. Er schloss die Augen und drückte sein Gesicht an dem Hals seiner Mutter. Der Vater legte seine Arme schützend um die beiden, um das Gedränge einen Moment fernzuhalten. Man sah ihm die Erleichterung an. Dieser Moment berührte mich auf eine Art und Weise, die mir absolut neu war. Ich war nie ein Familienmensch gewesen und hatte auch nie ein gutes Verhältnis zu Kindern. Aber in diesen Sekunden fühlte ich mich dieser kleinen Familie sehr nahe. Ich kannte niemanden von ihnen. Ich verstand kein Wort, aber in ihren Gesichtern verstand ich alles. Der Vater nahm Bao in den Arm und ging davon. Die Mutter packte mich am Arm und zerrte mich in hinter sich her. Diesen Zerren an anderer Leute Gliedmaßen schien in der Familie zu liegen…

Am Abend saß ich in einer kleinen Wohnung irgendwo am Ende der Welt. Ein großer ovaler Tisch, der komplett mit den verschiedensten Speisen bedeckt war, füllte den Raum bis auf wenige Quadratmeter aus. Um den Tisch herum saßen acht Menschen, die ich noch die gesehen hatte, Bao, seine Eltern und ich. Ehe ich mich versah war mein Teller großzügig beladen und alle um mich herum aßen und redeten. Es wirkte wie ein kleines Fest, aber doch gemütlich und intim. Eine Frau am anderen Ende des Tisches sprach mich an und wartete geduldig auf eine Antwort. Fragend sah ich mich um und versuchte zu erklären, dass ich ihre Sprache nicht verstand. Doch Bao sprang für mich ein und erklärte der Frau scheinbar das, was ich nicht aussprechen konnte. Sie nickte, lächelte und legte die Hand auf ihre Bluse. Dann sagte sie „Mara“ und sah mich wieder erwatungsvoll an. Und so stellten wir uns alle einander vor. Diese Menschen waren so aufgeschlossen, bemüht und freundlich, dass ich es wirklich bedauerte ihre Sprache nie gelernt zu haben.

Auch das Essen war außergewöhnlich und trug einen Teil zu der besonderen Stimmung bei. Gemüse, Fleisch, Reis und Obst in allen Variationen. Gekocht, gebraten, gegrillt oder roh. Manches scharf, anderes süßlich und mild. Diese Mischung aus allen Geschmacksrichtungen und aus den verschiedenen Lebensmitteln war wie ein Spiegelbild der Menschen, die sie verzehrten. Alles so durcheinander, so laut, so bunt. Ich genoss den Abend wirklich sehr. Als Bao mir bei der Verabschiedung eines seiner selbstgemalten Bilder schenkte, war ich endgültig zufrieden. Ich hatte nichts Besonderes getan, aber sie waren so dankbar. Alle bedankten sich bei mir, die Mutter küsste mich auf die Wange und der Vater klopfte mir auf die Schulter.

Als sich die Tür hinter mir schloss und ich mit dem Stück rissigem Papier auf der Straße stand, fühlte ich noch immer die Stimmung des Abends. Ich rollte das Bild zusammen und lief los. Die Marktstraße war so gut wie leer. Ein paar Menschen liefen durch die Gassen, aber die Stände waren verschwunden. Nach etwa einer Stunde kam ich am Hotel an. Ich nahm noch einmal einen tiefen Atemzug der Nacht und ging hinein. Die Alte stand hinter dem hohen Tisch und warf mir einen verachtenden Blick zu. Ich nickte ihr freundlich zu und ging nach oben in mein Zimmer. Mein Bett war gemacht, meine Handtücher zusammengelegt und eine frische Flasche Wasser stand auf meinem Nachttisch. Ich warf mich auf das Bett, rollte das Bild auf, das mir Bao überreicht hatte und sah es an. Ein Schmunzeln zuckte über meinen Mund und ich konnte nicht anders, als mit dem Finger über das knittrige Papier und die Zeichnung zu streichen…

Fortsetzung folgt…

3 Antworten to “Reise zu den Antworten”

  1. Angelika Says:

    „Flucht ohne Ziel“
    Den Mann André lehrt die Begegnung mit einer Blinden, dass auch ein „Sehender“ manches übersieht.
    Er bewundert an ihr, wie sie ihr Leben mit einer Selbstverständlichkeit meistert.
    Es könnte für ihn eine Antwort auf seine Fragen sein!
    Tolle Idee!

  2. Unbekannt Says:

    sehr schön Verena,
    wenn ich die Geschichte lese, dann bin ich mittendrin.
    Du schreibst so schön, bildlich und emotional, dass man sich mitten in der Geschichte befindet, alles mitfühlt, sieht und mitlebt.
    bin wieder einmal begeistert, weiter so.

  3. Angelika Says:

    „Geteiltes Leid ist halbe Freude“
    Ein Mann wird durch den Verlust der Freundin plötzlich gezwungen, selbstkritisch mit sich zu sein. Was er dabei entdeckt, ist eine traurige Bilanz. Er will seine Freuden im Leben allein auskosten und das kostet ihn die Freundin.
    Er versucht mit sich selbst einen Neustart.
    Bewundernswert ist auch an dieser Geschichte wieder, wie tief du in den emotionalen Bereich eintauchst! Du arbeitest deine Texte richtigehend aus, spinnst den Protagonisten ihre Gedanken immer weiter und weiter…..
    Tolle Metaphern:
    emotionaler Müllberg,
    meine Sachen rausgeschaufelt,
    erste Ohrfeige von der Vergangenheit!

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